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La Veronal

Sonoma

Samstag | 11.06.2022 | 20:00 Uhr | Stadtsaal

Dauer ca. 75 Minuten, keine Pause, Publikumsgespräch nach der Vorstellung im Säulensaal

In den Stücken des spanischen Choreografen Marcos Morau verschmelzen Tanz, Musik und Poesie zu vieldeutigen Bildern einer schönen, fremdartigen Traumwelt. „Sonoma“, der Titel seines neuen Stücks, setzt sich aus den Wörtern Klang und Körper zusammen. Es beschreibt in einem indigenen Mythos, wie sich der Mond nachts ans Tal schmiegt und dort mit Rufen, rhythmischem Stampfen und Trommelklängen einen faszinierenden Kosmos aus Traum und Wirklichkeit erzeugt. Inspiriert von Luis Buñuels surrealen Filmen und spirituellen Riten seiner Heimat, versucht Morau die Empfindungen, Vorstellungen und Gedanken dieser Zwischenwelten zu erwecken, indem er neun Tänzerinnen in die Tiefen unserer Körper und Seelen abtauchen lässt.

Schon zu Beginn entführt ein geheimnisvolles Lied die Zuschauer in eine Welt voller Magie. Aus dem Dunkel auftauchend, schweben Frauen in bodenlangen Kleidern wie Puppen über den Boden, scharen sich um ein großes Kreuz und bilden unter Seligsprechungen, Geboten und Beschwörungen malerische Tableaus, die sich schließlich auflösen, als die mit Seilen verbundenen Frauen wie die Speichen eines Rades um das Kreuz kreisen. Aus den bunt gekleideten Frauenfiguren werden schwarze gesichtslose Gestalten, die verführerische und kriegerische Hexentänze vollführen. In einem irren Arm-Ballett beschwören sie wie Shiva die Macht der Götter und verwandeln sich mit fließenden spiralförmigen Bewegungen in Schlangen und Raupen. Aus diesen werden jungfräuliche Mädchen, die im Dunkeln mit Glück verheißenden Lichtkugeln spielen, die Greisinnen mit riesigen Köpfen ins Jenseits begleiten und mit üppigem Kopfschmuck weibliche Geburts- und Brautrituale zelebrieren. Im genialen Einklang mit klassischer und archaischer Musik, mit Naturgeräuschen und Gedichten reiht sich eine berauschende Szene an die andere, bis der ebenso leid- wie lustvolle Weg durch die weibliche Geschichte im Trommelwirbel selbstbewusster Frauen endet, die von sich behaupten, als erste das Feuer beherrscht zu haben.

„Einfach überwältigend“ (Frankfurter Rundschau)

„Virtuos und atemberaubend“ (bachtrack)

Einzelkarten & Festivalrabatt

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Veranstalter: Veranstaltungsforum Fürstenfeld